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Ein Magnetventil wird durch folgende Parameter charakterisiert:

Die Mindesteinschaltspannung ist diejenige Spannung, die zur Betätigung des Magnetventils mindestens anliegen muss. Die Mindestausschaltspannung ist diejenige Spannung, unterhalb derer das Magnetventil in seinen Ruhezustand abfällt.

Gleichstrom

Wechselstrom

L = Induktivität
= Kreisfrequenz

Für Wechselstrom werden die Werte für Anzugs-und Halteleistung bei 20 °C in [VA] ausgedrückt. Für unsere Spulen gilt ein cos von ca. 0,5; dieser Wert bestimmt die Leistung [W].

Frequenz
Die Spule eines Magnetventils ist für den maximalen Arbeitsdruck ausgelegt. Der Einsatz einer Spule bei Wechselstrom einer anderen Frequenz als der angegebenen, führt zur Änderung der Leistungsaufnahme des Magnetventils. Die Arbeitsspannung muss daher nach den folgenden Beziehungen geändert werden :

Beispiel: Für gleiche Leistung erfordert die Verwendung einer 50Hz-Spule für den Einsatz bei 60 Hz die Korrektur der Betriebsspannung um einen Faktor von etwa 60/50 der ursprünglichen 50Hz Spannung.

U(60Hz) = (60/50) x U(50Hz) = 1,2 x U(50Hz)

Umgekehrt

U(50Hz) = (50/60) x U(60Hz) = 0,83 x U(60Hz)

Kurzschlussring
Beim Wechselstrom durchläuft die elektromagnetische Kraft periodisch den Wert Null und dies würde ohne geeignete Gegenmassnahme zum «Brummen» des Ankers führen. Dieser Effekt kann mit Hilfe eines in das Betätigungselement (Operator) eingebauten Kurzschlussringes beseitigt werden. Der Kurzschlussring besteht aus einer Metallwindung (im allgemeinen Kupfer), die die Rolle einer Sekundärwicklung übernimmt. Der in dieser Windung induzierte Strom erzeugt eine elektromagnetische Kraft, die im Vergleich zu derjenigen, die von der Spule erzeugt wird, phasenverschoben ist. Die resultierende magnetische Kraft wird aus dem Nullpunkt verlagert, dadurch wird das «Brummen» unterbunden.

Temperatureffekte
Die zulässigen Betriebstemperatur-Grenzwerte hängen von der Art der Dichtungen und der Konstruktion der Spule ab. Die zulässigen Betriebstemperaturen sind für jeden Magnetventiltyp angegeben. Die Wicklung der Magnetspulen besteht aus isoliertem Kupferdraht. Die Betriebstemperatur-Grenzwerte werden durch den Isolationswiderstand bei minimaler bzw. maximaler Temperatur bestimmt. Die Erhöhung der Spulentemperatur hängt vor allem von ihrer Eigenerwärmung beim Anlegen einer Spannung (Joulescher Effekt), der Umgebungstemperatur und der Temperatur des Mediums, welches das Magnetventil durchströmt, ab. (siehe Kurven Fig. 13)

Betriebstemperatur = Funktion (Tamb , Tbob , TMedium ).

Für Grenzbedingungen bitte rückfragen.

Hinweis

  1. Die Leistungsaufnahme der mit Wechsel- oder Gleichstrom betriebenen Magnetventile verringert sich mit der Eigenerwärmung der Spule und der Erhöhung der Umgebungs- oder Mediumstemperatur.
  2. Die Stromaufnahme beim Wechselstrom- Magnet variiert mit dem Hub des beweglichen Kerns (Anker). Sie ist beim Anzug am Höchsten und beim Halten am geringsten. Eine Wechselstrom-Spule darf nicht unter Spannung gesetzt werden, wenn sie nicht auf dem Operator montiert ist, da das Risiko des Durchbrennens besteht. Bei der Gleichstrom- Spule dagegen variiert die Stromaufnahme nicht mit dem Luftspalt.
  3. Unsere Spulen sind für eine Einschaltdauer ED 100 % ausgelegt.